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Nachruf auf den ehemaligen Geschäftsführer des CDU-Kreisverbandes Böblingen

"Emil Schlag verkörperte in seiner aktiven Zeit die Seele der CDU und hat die Partei entscheidend mitgeprägt"

"Emil Schlag hat die CDU im Kreis Böblingen und im Altkreis Leonberg entscheidend mitgeprägt und in seiner aktiven Zeit als Kreisgeschäftsführer die Seele unserer Partei verkörpert". Dies erklärt der langjährige Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Böblingen, Wolfgang Heubach, in einem Nachruf auf den im 88. Lebensjahr in Korntal Verstorbenen. Heubach, ein politischer Weggefährte Emil Schlags, erinnert dabei zugleich an die "unermüdliche Schaffenskraft" Schlags, dessen "mutiges und überzeugendes Eintreten  für die christliche Soziallehre" sowie sein "gewinnendes menschliches Wesen". Trotz aller Erfolge sei er bescheiden geblieben, habe seine Person nie in den Mittelpunkt gestellt und sich "als Diener seiner Partei und des freiheitlich demokratischen Rechtsstaates verstanden." Persönlichkeiten mit den Eigenschaften Emil Schlags seien inzwischen selten geworden. Um so mehr müsse das Gedenken an ihn wach gehalten, gepflegt und an künftige Generationen weiter gegeben werden. Wie er selbst würden das auch verdiente Parteimitglieder wie etwa Alois Eisenbacher, der vielfältige Aufbau-Arbeit für die CDU und CDA im Kreis Böblingen geleistet habe und seit über 60 Jahren der CDU angehöre, so sehen. "Emil Schlag war ein Glücksfall für uns".

Legendäre "goldene Zeiten"

Legendär sei Emil Schlags kleine Druckerei in der damaligen CDU-Kreisgeschäftsstelle in der Böblinger Bahnhofstrasse gewesen. Schlag selbst habe die Druckerpresse bis tief in die Nacht hinein bedient und im Morgengrauen des nächsten Tages lagen beispielsweise Flugblätter für Wahlkämpfe, Sondertermine oder die mittlerweile zur Tradition gewordenen Werktoraktionen bei Daimler-Benz in Sindelfingen sortiert und abholfertig bereit.  "Als Redakteur im gegenüberliegenden Zeitungsverlag ist es nicht selten vorgekommen, dass ich zwischen 22 Uhr und Mitternacht Emil Schlag noch in der CDU-Kreisgeschäftsstelle angetroffen, mit ihm einen Kaffee getrunken und natürlich die Lage besprochen habe", ruft Heubach seine persönlichen Erinnerungen zurück. "Die CDU ist nicht nur deshalb diesem Mann zu großem und bleibendem Dank verpflichtet. Denn mit Emil Schlags Kreisgeschäftsführertätigkeit in Böblingen in den Jahren 1973 bis 1984 war zugleich ein breiter Aufbruch an der Parteibasis verbunden. Auch das wird unvergessen bleiben", betont Heubach. "Für  die CDU waren das damals gewissermassen goldene Zeiten, wenn man beispielsweise nur an die Landtagswahlergebnisse für unsere Partei in diesen Jahren denkt. 1976 - 56,7 Prozent , 1980 - 53,4 Prozent und 1984 - 51,9 Prozent," resümiert der langjährige CDU-Kreisvorsitzende. "Davon können wir heute leider nur noch träumen".

Wolfgang Heubach hat dieser Tage auch bei einer Veranstaltung des Senioren-Union in Böblingen zu Beginn seiner Analyse der Landtagswahl vom 13. März 2016 des Verstorbenen gedacht.

Die Vita

Emil Schlag wurde am 28. Mai 1928 in Büchenberg im Kreis Fulda (Hessen) geboren. Nach seiner Ausbildung zum Feinblechner/Schweisser war er seit Mitte der 50er Jahre als Karosseriebauer bei Porsche beschäftigt. Im Abendstudium absolvierte er in dieser Zeit zusätzlich eine kaufmännische Ausbildung. In die CDU trat Emil Schlag 1963 ein. Ab dem 1. April 1965 war er Kreisgeschhäftsführer des damaligen CDU-Kreisverbandes Leonberg und ab 1969 zusätzlich auch Geschäftsführer des CDU-Kreisverbandes Vaihingen/Enz. Am 1. Januar 1973 er dann seine Tätigkleit als Kreisgeschäftsführer des CDU-Kreisverbandes Böblingen auf. Nach über zwölfjähriger Tätigkeit im CDU-Kreisverband Böblingen wurde er dann mit Wirkung zum 1. April 1984 als Sozialsekretär der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft  (CDA) in Stuttgart berufen. Im Mai 1991 trat er dann in den wohl verdienten Ruhestand - in allen Ehren verabschiedet vom damaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Lothar Späth.

 

 

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